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Berliner Philharmoniker

Die 1882 gegründeten Berliner Philharmoniker zählen seit langem zu den bedeutendsten Orchestern der Welt. 2007 feierten sie mit vielfältigen Aktvitäten ihr 125-jähriges Bestehen. Hans von Bülow legte das Fundament, Arthur Nikisch erweiterte das Repertoire beträchtlich. Wilhelm Furtwängler legte die Schwerpunkte vor allem auf Werke der Klassik und der deutschen Romantik, setzte aber auch Zeitgenossen auf das Programm.

Der Neuanfang nach dem 2. Weltkrieg gelang maßgeblich mit Sergiu Celibidache. Furtwängler konnte nach seiner Entnazifizierung sein Amt als Chefdirigent 1952 wieder formell bis zu seinem Tode 1954 übernehmen. Herbert von Karajan erarbeitete ab 1955 mit den Philharmonikern eine einzigartige Klangästhetik und Spielkultur, die sie weltweit auch durch zahllose Einspielungen berühmt machte.

Claudio Abbado verband von 1990-2002 das klassische Repertoire und die zeitgenössische Musik, setzte Akzente mit thematischen Zyklen und jährlich einer konzertanten Opernaufführung.

Mit dem Amtsantritt von Simon Rattle (Jahrgang 1955) im Herbst 2002 kam als neuer Schwerpunkt „Education“-Arbeit – mit der sich das Orchester breiteren, insbesondere jüngeren Publikumsschichten zuwendet.

Die Geschichte der Musikaufzeichnung haben die Philharmoniker von Anfang an entscheidend mitgestaltet. In jüngster Zeit sind sie auch Darsteller von beachteten Filmen geworden: „Rhythm is it!“ zeigte ein spektakuläres Tanzprojekt mit Jugendlichen in Berlin, der im Februar dieses Jahres uraufgeführte Film „Trip to Asia“ erlaubt zum ersten Mal tiefere Einblicke in das Innenleben von Orchester, Musikern und Chefdirigent und ihre gemeinsame „Suche nach Harmonie“.

Helge Grünewald